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Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB): Bewertung des Verschmutzungsgrades in Wasserproben

Der Chemische Sauerstoffbedarf (CSB) ist einer der am häufigsten überwachten Parameter in der Umweltanalytik. Er liefert eine schnelle und zuverlässige Einschätzung der Menge an organischen und anorganischen Schadstoffen in Wasserproben und unterstützt Labore, Industrieunternehmen und Umweltbehörden dabei, die Behandlungseffizienz und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu bewerten.

Die Bedeutung von CSB – Chemischer Sauerstoffbedarf

Der chemische Sauerstoffbedarf (CSB) gibt an, wie viel Sauerstoff benötigt wird, um die im Wasser enthaltenen organischen Stoffe und bestimmte anorganische Verbindungen chemisch zu oxidieren. Er gehört zu den wichtigsten Indikatoren für Verunreinigungen, da er die gesamte oxidierbare Fracht in einer einzigen, schnellen Messung quantifiziert: Je höher der CSB-Wert, desto höher die Konzentration oxidierbarer Substanzen.

Erhöhte CSB-Werte weisen auf das Vorhandensein von Schadstoffen hin, die den Gehalt an gelöstem Sauerstoff in natürlichen Gewässern verringern können. Dies gefährdet aquatische Ökosysteme und deutet auf Ineffizienzen in Reinigungsprozessen hin.

Aus diesem Grund findet die CSB-Bestimmung breite Anwendung in der Abwasserbehandlung, der Umweltüberwachung, der Lebensmittel- und Getränkeproduktion sowie in der chemischen Industrie. In diesen Bereichen wird der CSB genutzt, um die Qualität von Zu- und Abläufen zu überwachen, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu unterstützen, die Wirksamkeit von Reinigungsstufen zu bewerten und Verschmutzungstrends im Zeitverlauf zu verfolgen. Seine breite Einsetzbarkeit und die schnelle Durchführung machen ihn zu einem praktischen Parameter sowohl für Routineanalysen als auch für die Prozessoptimierung.

So wird der CSB in Wasserproben bestimmt

So wird der CSB in Wasserproben bestimmt
Der CSB-Test basiert auf der chemischen Oxidation der Probe mit einem starken Oxidationsmittel (typischerweise Kaliumdichromat) in Gegenwart von Schwefelsäure und einem Silberkatalysator. Das Gemisch wird bei einer festgelegten Temperatur, meist 160 °C, über eine definierte Aufschlusszeit erhitzt, um eine vollständige Oxidation des oxidierbaren Materials sicherzustellen. Dieser Prozess erfolgt üblicherweise in versiegelten Glasvials, um Sicherheit, Konsistenz und einfaches Handling zu gewährleisten.

Nach dem Aufschluss wird die Menge an Dichromat gemessen, die nicht mit der Probe reagiert hat. Bei kolorimetrischen Methoden korreliert die Änderung der Farbintensität mit dem CSB-Wert, während titrimetrische Methoden das verbleibende Oxidationsmittel durch eine präzise Titration bestimmen. Das Endergebnis wird in mg O₂/L angegeben.

Eine zuverlässige CSB-Bestimmung erfordert eine präzise Temperaturkontrolle, gleichmäßiges Erhitzen, korrektes Handling der Reagenzien sowie die Einhaltung standardisierter Methoden wie ST-COD, ISO 15705, EPA 410.4 und IRSA–CNR Nr. 5130.

Lösungen für den CSB-Probenaufschluss

Eine effiziente CSB-Analyse beginnt mit einem genauen und reproduzierbaren Probenaufschluss. Temperaturstabilität, gleichmäßiges Erhitzen und ein sicherer Umgang mit Reagenzien sind entscheidend, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten – unabhängig davon, ob das Labor kolorimetrische oder titrimetrische Bestimmungen durchführt. Velp bietet zwei unterschiedliche Lösungen an, die darauf ausgelegt sind, verschiedene Arbeitsabläufe, Küvettentypen und regulatorische Anforderungen zu unterstützen.

Blockthermostat für die CSB-Analyse

Die CSB-Aufschlusstechnik erfordert äußerst stabile Heizbedingungen, da bereits geringe Temperaturschwankungen die Oxidationseffizienz und damit die Gesamtgenauigkeit beeinträchtigen können. Der ECODryBlock ist darauf ausgelegt, eine kontrollierte und gleichmäßige Erwärmung über alle Positionen hinweg sicherzustellen. Er erreicht bis zu 165 °C und hält diese Temperatur mit einer Homogenität und Stabilität von ±0.5 °C.

Damit ist er ideal für Umweltlabore geeignet, die mit unterschiedlichsten Wassermatrizes arbeiten. Zusätzlich ermöglichen programmierbare Temperaturrampen ein sanftes Erreichen der Zieltemperatur und sichern so einen zuverlässigen Aufschluss.

Mikroaufschluss-Methode

Mikroaufschluss-Methode
Für Labore, die den Mikroaufschluss anwenden, bietet das ECODryBlock-System (SB101A0700) mit dem COD-W24-D160-A Block (A00000494) Platz für 24 Vials mit 16 mm Durchmesser und arbeitet mit reduzierten Proben- und Reagenzienvolumina.

Eine alternative Konfiguration nutzt den COD-W20-COMBO Block (A00000530), der durch die Aufnahme von 18 Vials mit 16 mm und 2 Vials mit 22 mm in derselben Einheit eine größere Flexibilität bietet.

Bei beiden Optionen trägt ein transparenter, isolierender Deckel, der im System enthalten ist, zu einer gleichmäßigen Wärmeverteilung bei und unterstützt stabile Aufschlussbedingungen über alle Positionen hinweg.

Methode mit Aufschluss in Großproben-Reagenzgläsern

Methode mit Aufschluss in Großproben-Reagenzgläsern
Für Labore, die nach der IRSA–CNR Nr. 5130-Vorschrift arbeiten, ermöglicht das ECODryBlock-System (SC101A0700) in Kombination mit dem COD-W04-D420-A Block (A00000529), den gleichzeitigen Aufschluss von vier Großvolumenproben (200 mL).

Über CSB hinaus kann diese Konfiguration auch für Nassaufschlussverfahren eingesetzt werden, die der Bestimmung metallischer und nichtmetallischer Elemente in verschiedensten organischen und anorganischen Matrizes dienen – darunter Umweltproben, Böden, Sedimente, Futtermittel, Legierungen und Gewebe.

Erforderliches Zubehör:
  • CSB-Reagenzgläser Ø 42×200 mm, 200 mL mit NS 29/32 Konus (A00000145)
  • Probenständer (A00000532)
  • Luftkühler mit Normschliffkonus (A00001041)
  • PTFE-Schutzhülsen für 29/32-Konusse (A00001042)
  • Spritzschutzglocke (A00001045)

Aufschlusseinheiten für die CSB-Analyse

Aufschlusseinheiten für die CSB-Analyse
Labore, die CSB-Bestimmungen in Großproben-Reagenzgläsern sowie andere Nassaufschlussverfahren in den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft, Industrie oder Lebensmittelanalytik durchführen, können auf die Aufschlusseinheiten DK 6DK 20 (halbautomatisch), und DKL 20 (automatisch) zurückgreifen.

Diese Systeme bieten eine gleichmäßige Erwärmung, langfristige Temperaturstabilität, programmierbare Temperaturrampen und können speziell für routinemäßige CSB-Arbeitsabläufe konfiguriert werden. Für höheren Probendurchsatz und geringere Bedienerbelastung führt das Modell DKL eine Automatisierung des Aufschlussschritts ein.

Erforderliches Zubehör:
  • CSB-Reagenzgläser Ø 42×200 mm, 200 mL mit NS 29/32 Konus (A00000145)
  • Probenständer für CSB (A00000408 oder A00000237)
  • Luftkühler mit Normschliffkonus (A00001041)
  • PTFE-Schutzhülsen für 29/32-Konusse (A00001042)
  • Spritzschutzglocke (A00001045)

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